Ficken hund. Die bösen Nachbarshunde 2019-07-31

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Die bösen Nachbarshunde

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Geh fort von dem wilden Tier! Niki kam aus dem Haus und lief in den Garten der Frau Hofbauer. Du bist ein guter Hund, ein braver Hund. Frau Hofbauer war oft einsam. Dann verließen beide Frauen ihre Beobachtungsposten und waren zufrieden, wenn sich niemand in den hinteren Gärten zeigte. Wien: 1987 Herder Suche nach: Blog per E-Mail folgen Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten. So ein Mistvieh und so eine hässliche Stimme.

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Denn sie hatte weder Söhne noch Töchter, noch sonst irgendwelche Verwandten, und sie war bereits so alt, dass sie nur noch schwer neue Freunde finden konnte. Frau Maier wohnte ebenfalls am Stadtrand. Sie hatte einen Hund, einen grauschwarzen Schnauzer, Wenn er bellte, klang es so, als würde ein mit Steinen gefülltes Blechfass einen Hang hinunterrollen. Auch um ihr Haus lag ein Garten, schön und gepflegt, mit Rasen und Silbertannen, Birken und Trauerweiden. Sie betrachtete den Schaden, den der Sturm angerichtet hatte. Mit ihm unterhielt sich Frau Hofbauer, wenn sie einsam war. Dann blickten sie sich um.

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Sie hatte nur ihren Tasso. Dann ließen sie von ihr ab, Tasso suchte sich den größten Apfelbaum, bei dem er sein Bein hob, jagte hinüber in seinen Garten, gefolgt von Niki, der sich in Frau Maiers Garten die Trauerweide aussuchte, um an ihren Stamm seine Duftmarke zu setzen. Sie hatten nie versucht, ein Wort miteinander zu reden. Wenn die Hunde endlich voneinander abließen und zurückkehrten, wurden sie von ihren Frauerln liebevoll empfangen, gestreichelt und zur Futterschüssel geführt. Frau Maier kam um die Hausecke und blieb vorerst stehen. Dann berührten sich vorsichtig ihre Schnauzen, sie beschnupperten einander, drehten sich im Kreis, wurden schneller und schneller, bis Tasso in den Garten Nikis hineinraste, Niki hinterher. .

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Der nächste Morgen war friedlich und still, bis auf das Geplauder der Vögel, und er blieb es, bis sich die beiden Hintertüren Öffneten und Tasso und Niki ins Freie stürmten. Der Hund hieß übrigens Tasso. Eines Nachts zog ein Gewitter auf, lärmte über den Landstrich hinweg, schickte böigen Sturm durch die Gärten, schüttelte die Bäume und Sträucher, riss am alten Lattenzaun und brach ein kurzes Stück von ihm um. Frau Hofbauer und Frau Maier waren Nachbarn. Aber für Frau Maier war das Gebell ihres Hundes wunderschön, und sie betrachtete Niki mit glänzenden Augen, wenn er mit erdiger Schnauze vor einem Mauseloch stand und kläffte. Da rasten zwei Hunde zu ihren Füßen, zwei Hunde umdrängten sie, schmiegten sich gegen die Beine, leckten ihre Hände und stoben wieder davon, rund um das Haus, hinüber in den anderen Garten, hin zu den Stufen der Hintertür, in der Frau Hofbauer entgeistert dem tollen Treiben der Hunde zusah, bis sie verwirrt in den Garten hineinschritt und sofort von beiden Hunden umlaufen war, die an ihr hochsprangen und jaulten, sich vor ihr wälzten und ihre Schnauzen gegen Frau Hofbauers Hände stießen. Die Hunde erstarrten, ihr Bellen erstarb, sie standen einander plötzlich ohne trennenden Zaun gegenüber, erschrocken, überrascht und still.

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Dann kam auch sie zögernd in die Nähe des Zauns. Sie blickte nur der Nachbarin nach, die von ihr fortschritt. Das machte Frau Hofbauer wütend, das trieb ihr den Zorn in die Augen und schlimme Worte in den Mund. Frau Hofbauer stieg im Badezimmer auf einen Schemel und warf vorsichtig einen Blick über den Zaun. Für diesen Zaun bin ich zuständig. Daran waren Tasso und Niki schuld.

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Frau Hofbauer wohnte nicht allein draußen vor der Stadt. Nun jagten sie einander rund um das Haus, flitzten hinüber in Tassos Garten, lautlos vorerst, sie stießen einander, überkugelten sich, wälzten sich im Gras, jaulten leise vor Vergnügen und Freude und setzten ihre wilde Jagd fort. Und jeden Morgen erschienen in den Hintertüren ihrer Häuser Frau Hofbauer und Frau Maier mit bösen Gesichtern und zitternden Händen und riefen nach ihren Lieblingen. Wenn Niki bellte, dann klang es so, als würden zehn Lausbuben in schrille Trillerpfeifen blasen — gleichzeitig! Ihr Hund war ein Rauhaardackel und hieß Niki. Weder Frau Hofbauer noch Frau Maier kamen dem Zaun in die Nähe, wenn eine von ihnen im hinteren Teil des Gartens war. Als Frau Hofbauer vor die Tür trat, wunderte sie sich, weil es im Garten still war.

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Frau Maier begleitete sie zum Loch im Gartenzaun. Sie standen in der Küche vor einem Teller Fleisch, aus dem sie gemeinsam fraßen. Denn jeden Morgen, wenn sich die Hintertüren der beiden Häuser Öffneten und Tasso und Niki in ihre Gärten liefen, stürzten beide zuerst zum Lattenzaun und jagten mit wütendem Gekläff und entblößten Zähnen hin und her, zaunauf und zaunab, das heiser dröhnende Blechfass und die schrille Trillerpfeife, die Haare gesträubt, mit geifernden Lefzen, jeden Augenblick bereit, einander an die Kehle zu fahren und zuzubeißen. Auch Frau Maier sperrte Mund und Augen auf, als sie ihren Liebling holen wollte, aber nicht deswegen, weil es im Garten still war, sondern darüber, dass um ihre Trauerweiden und Birken zwei Hunde mit heraushängender Zunge im Kreis rannten. Die bösen Nachbarshunde Frau Hofbauer wohnte am Stadtrand. Ihre Gärten wurden von einem Lattenzaun getrennt. Frau Hofbauer blickte eine Weile hin und her.

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Sie hatte ein eigenartiges Gefühl. Und außerdem musst du ihn auch zu uns einladen. Frau Meier hatte noch Söhne und Töchter und Enkelkinder, aber die kümmerten sich nicht um sie. Es war ihr, als dringe sie in eine völlig fremde, unbekannte Welt. Frau Hofbauer ging langsam zum Gartenzaun. Sie hetzten aufeinander zu, warfen sich von beiden Seiten gegen den Zaun, bellten, geiferten, fletschten die Zähne, jagten japsend und wütend den Zaun entlang, kehrten um, rasten zurück zum anderen Gartenende, dorthin, wo der Sturm den Zaun niedergebrochen hatte. Dann knallten die Hintertüren zu, und Frau Hofbauer und Frau Maier waren mit ihren Hunden wieder allein.

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Frau Hofbauer wollte folgen, um Tasso zu Holen. Wehe, wenn jemand ein böses Wort über Tasso sagte. Die Hunde waren tatsächlich im Haus. Die beiden Frauen standen dahinter und sahen schweigend zu. Aber sie wagte es nicht, über den niedergebrochenen. Und weil Frau Maier ebenso einsam war wie Frau Hofbauer, hatte auch sie einen Hund.

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